Was sagen grosse Rap-Künstler über unseren HipHop? Wir wollen dies in unserer Magazin-Rubrik «Meet CH-Rap» herausfinden und haben deshalb schon einige Namen wie MoTrip, Dillon Cooper, Chali 2na (Jurassic 5), Prinz Pi, Namika und Kontra K  getroffen um ihnen Schweizer Rap vorzuspielen. Sprache hin oder her, oftmals entscheiden Atmosphäre, Feeling und Auftreten, ob der Song für einen «Ausländer» positiv zu bewerten ist. In der Oktober-Ausgabe haben wir Dillon Cooper Schweizer Rap gezeigt.

Charismatisch, herzlich, lebensfreudig und absolut talentiert: Mit diesen Adjektiven lässt sich Dillon Cooper aus Brooklyn wohl am besten beschreiben. Der 23-jährige gehört zu den ganz grossen Hoffnungsträgern der East-Coast. Grosse Namen prophezeien ihm eine noch grössere Zukunft, wir auch! Denn Dillon mischt alt und neu perfekt. Die Beats tönen nach gestern, sein Flow nach heute, und trotzdem klingt seine Stimme ein klitzekleines Wenig nach Big L. Cooper versteht auch etwas von Musik, schliesslich studierte er Musikwissenschaften und spielt Gitarre. Auch in Europa macht sein Name Stunde für Stunde eine grössere Runde: Das Berliner «Super intelligente Drogenopfer», kurz Sido, ehrte den Jungen aus Brooklyn, indem er ihn für die erste Single des Albums «VI» als Feature-Gast buchte.

Was heisst für euch Street-Rap? Kommt er von der Strasse oder spricht er einfach über die Strasse?

Er kommt schon aus der Hood und rappt oft übers Gras-Ticken.

Ah, okay! Cool. Das ist immer zu unterscheiden. Ich bin gespannt.

Yeah. das gefällt mir! Der Flow ist dope. Ja, ich mag seinen Flow und sein Auftreten. Ich fühle den Sound und spüre, dass er jemand ist wie ich. Wir sprechen zwar nicht die gleiche Sprache, doch ich fühle die Ähnlichkeit und seine Leidenschaft im Rhythmus. Darum geht es in der Musik ja schlussendlich.

Er gibt alles! Und ich denke, er droppt Statements. Dieser Rapper hat sicherlich auch was zu sagen hier in der Schweiz, das spürt man heraus. Er rappt mit gehobener Brust. Mir gefällt auch das Video, diese Oldschool-Vibes und die Autos. Dope!

Sind sie bekannt?

Nein, sie sind momentan noch No-Names aus dem Untergrund.

Niemand ist ein No-Name. Jeder hat seinen Namen! Mir gefällt dieses Video, es repräsentiert Zürich. Genauso mache ich das mit New York City: Den Hörer die Atmosphäre der Stadt im Track spüren lassen und diese Atmosphäre dann auch gekonnt im Video umsetzen. Ah, jetzt droppt die Melodie: Wow, die ist dope! (Dillon tanzt und singt mit) Yeah, diese Female-Voice fühle ich. Den Kids wird das sicherlich auch gefallen. Auch der Beat ist übertrieben dope. (Dillon summt mit einem breiten Grinsen im Gesicht die ganze Melodie mit)

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