Gold Digger {f} [gəʊld ˈdɪgə(r)] ist ein Slang-Ausdruck für eine Frau, die nur vermögende Männer datet, in der Absicht vom Reichtum des künftigen Partners zu profitieren.
Da ich selbst einmal Cash machen werde, brauche ich weder Mann noch Frau, die mir zu meinem finanziellen Reichtum verhelfen müssen. Dennoch mache ich es mir in der LYRICS-Rubrik Gold Digger zur Aufgabe, Gold zu schürfen – und zwar in der CH-Rap Landschaft. Ich mache mich alle paar Wochen auf eine Reise durch die Schweiz und versuche dabei die kleinen aber nicht minder wertvollen Rap-Stücke aus dem ganzen Schutt und Schlamm herauszufiltern. Wer weiss, vielleicht stosse ich dabei gar auf eine ganze Goldquelle.

Dieses Mal begann das Diggen in der LYRICS-Geburtsstätte Winterthur. Lange schürfen musste ich nicht, die Töss hinterliess mir sofort ein Goldstück im Sieb: «Alfa Telefon» von Cin Goy und Pejon. Easy wortgewandt und mit astreinem Flow läuteten die beiden meine Jagd auf Gold ein.

Von Winti ging’s dann nach Spreitenbach, wo ich im Dorfbach auf «Portrait» von Gekko stiess. Dieses Goldstück scheint, trotz einigen Flowunsicherheiten ein Sprachrohr für die heutige Jugend darzustellen und erreicht damit auf YouTube bereits über 80’000 Views. Gekko konnte sogar auf Support von Kay One zählen. Seine EP ist seit Freitag erhältlich. Ist nicht alles Gold, was glänzt? Mach dir selbst eine Meinung:

Als ich im schönen Wallis auf der Suche nach einer Goldquelle war, verlief ich mich irgendwie in den Wäldern und stiess auf eine etwas kuriose Szene. Was da vor sich ging, klärte sich aber gleich auf, als ich den zugehörigen Sound hörte: «The Power» von KIDVILLION. Die beiden Maturanden bringen den trappigen Zeitgeist bis in die Walliser Alpen:

In Bern liess ich eines der Goldstücke zunächst kurz liegen, da ich mich durch seine Aufschrift «Bitch» nicht wirklich angesprochen fühlte. Da sich aber in den Aaren-Mündungen sonst nichts Glänzendes finden liess, betrachtete ich das gute Stück von Jakko ft. Adriana Alu doch mal aus der Nähe. Obwohl das Niveau während der Hook wahrscheinlich kurz Ferien machte, ist das ganze mega catchy und geht sofort ins Ohr. Ausserdem lassen sich Jakko’s raue Stimme und sein Rap durchaus hören. Da darf mehr mehr kommen. Check:

Noch nicht ganz zufrieden schürfte ich weiter und weiter, als ich im tiefsten Schlamm plötzlich ein Goldstück fand, das schon lange unentdeckt rumgelegen haben muss. Schon mal was von psychedelischem Rap gehört? «V» von Dizzy, Darling scheint irgendwie in die Richtung zu schlagen. Ein mega nicer und chilliger Track – alles was ich für meine Goldsammlung noch gebraucht habe:

Ist mir ein Goldstück durch’s Sieb gegangen? Schick uns dein Video via Facebook zu!

Text: Nadine / Bild: LYRICS Magazin, YouTube

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