Das zweite Soloalbum von Milli54 feiert heute Release. «Secondo» heisst das Werk und bietet abwechslungsreichen Rap über 15 Tracks. Für alle, die den Rapper aus Dietikon noch nicht auf dem Schirm haben: 4 Facts zu Milli 54.
Dietikon’s finest

Schon im Dezember hat Milli54 seine erste Singleauskopplung aus dem heute releasten Album «Secondo» gedroppt. «Hype» überzeugt nicht nur mit seinem eingängigen Beat und bretternden, gezielt getimeten Lines, sondern bringt auch gleich zwei von D-City’s besten MCs zusammen. Kein geringerer als XEN leistet Milli auf diesem Feinschmecker Gesellschaft! Ja, diese Combo macht «Hype» wahrhaftig zu einem Leckerbissen.

Der komplette Rapper

Milli bestätigt auf «Secondo» seine Diversität und zeigt, dass er ein versierter Künstler ist. Kaum ein Anderer hat die Fähigkeit, reflektierte Texte mit Rapbangern zu verknüpfen und den Hörern so aus dem Herzen zu sprechen. Seine Fähigkeit, Komplexität mit zusätzlichen technischen Finessen auszufeilen und im Unterschied zum letzten Album, vor allem auf eigene Beats aus dem Hause Chekaa zu legen, runden dieses Statement ab.

Autotune(-falle) 

Auf «Secondo» wagt Milli54 erste Experimente mit Autotune. Diese Technik hat schon seit einigen Jahren Einzug in die CH-Rapszene genommen und sorgt vor allem bei Boombap-Nerds immer wieder für rote Köpfe. Durch Autotune können Textpassagen so mutiert werden, dass auch die bretterndsten Rapper plötzlich zu sanften, leicht nasal betonenden Popstars werden. Auf Millis neuem Album nimmt man teilweise, die ansonsten so markante Stimme, nur noch als Verzerrung seiner selbst wahr. Auch wenn das, vor allem auf dem Song «Fantasie», für ein majestätisches Stimmungsbild sorgt, lässt sich trotzdem darüber streiten, ob das neue Rezept bei den DayOne-Hardcore-Fans ankommen wird. Muss es aber auch nicht.

Erzähler und Poet

Mit seinem neuen Album «Secondo», zeigt Milli54 das Produkt aus jahrelanger Erfahrung im Rap-Business. Er beweist, dass er sowohl das Sprachrohr einer Generation sein, zugleich als Poeten par Exellence Geschichten erzählen kann. Auch wenn noch Facetten des jungen Strassenrappers von «Grüezi Herr Blocher»-Zeiten aufblitzen, merkt man trotzdem, welche Entwicklung Milli in den vergangenen Jahren gemacht hat und erkennt, dass es für den Dietiker nur einen Weg gibt: All the way up!

 

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