Mit «Nazareth» gelingt es dem Fribourger Rapper Mick Comte, sieben Künstler und vier Sprachen auf einen bretternden Beat zu packen und damit die Multikulturalität in der Schweiz zu unterstreichen.

Mick Comte: ein Freeski-Pionier und jetzt eine gestandene Persönlichkeit in der CH-Rapszene. Diese Feststellung erscheint ungewöhnlich, und dennoch war genau die Herkunft entscheidend für die Entwicklung des Fribourgers. Nach dem Rückzug aus dem Skisport verfiel der volltättowierte Romand der Sucht nach Drogen, geriet mit dem Gesetz in Konflikt und musste sogar für zwei Monate in den Knast. In seinem Debutalbum «From Nest to Marrow» verarbeitete er dann Ende 2015 diese Erlebnisse und konnte sich gleichzeitig einen Namen als talentierter englischsprechender CH-Rapper machen.

Spätestens seit dem letzten Special aus unserer hauseigenen Rubrik «LyricsBooth» wissen wir alle, dass Multikulti ein erfolgreiches Rezept für einen Song darstellen kann und dass die Rapper in unserem Land mehr Collabos abseits der eigenen Sprachgrenzen wagen sollten.  Auch in «Nazareth» gelingt es Mick Comte durch die Unterstützung von den sechs talentierten MCs Blasphem, NDO, TBRW, Little Miss Sunshine, Shmit und OmarDeuxFois seinen eigenen Sound um drei Sprachen zu erweitern. Anhand eines trappigen Beats und einem Soundbild, das stark an den koreanisch/japanischen Banger «It G Ma» angelehnt ist, gelingt es den Künstlern in «Nazareth», einen überzeugenden Mix aus Sprachvielfalt und Stileinheit zu erzeugen und die Grenzen zwischen den verschiedenen Sprachkulturen der Schweiz zu sprengen.

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