Einige Zeit gehörte er dem Camp von Kool Savas an. In Deutschland kennt man ihn: Olli Banjo. Der endgültige Durchbruch wollte ihm bisher noch nicht gelingen. Das soll sich aber nun ändern: Am 28. Juli kommt nämlich das neue Album von Olli Banjo. Wir haben mit ihm über «Großstadtdschungel» gesprochen und unsere Rubriken «Meet CH Rap» und «Golddiggin’» fusioniert und ihm Newcomer aus der Schweizer Rap-Landschaft gezeigt.

Ende Juli erscheint dein neues Album «Großstadtdschungel». Wie unterscheidet sich dieses Album von deinen alten Werken?

Ich wollte einfach eine geile, traditionelle Rap-Platte machen und ich hatte wieder Bock klassisch zu rappen. Wer also meine früheren Platten mochte, der wird den Geist dieser Platte auch mögen. Ich habe einfach wieder mehr gespittet, wie früher. Man darf durchaus behaupten, dass die Platte einerseits sehr traditionell, aber trotzdem am Puls der Zeit ist.

Weshalb «Großstadtdschungel»?

Der Titel bezieht sich auf Köln. Da war es so, dass ich mit einem Homie zwei Wochen lang durch die Stadt gezogen bin und wir die Sau rausgelassen haben. Da begann ich ein bisschen über die Stadt nachzudenken. Einerseits gibt es hier diese graue und triste Facette, aber man findet trotzdem auch eine gewisse Lebendigkeit. Und so hört sich auch das Album ab. Es klingt nach Grossstadt, nach Beton und Asphalt, aber auch nach Abendteuer.

Wieso hast du die Beats auf dem Album selbst produziert?

Ich hatte einfach Bock. Ich mache auch schon lange Beats, sicher seit acht oder neun Jahre. Das heisst aber nicht, dass ich in Zukunft keine Beats picke. Wenn Leute geile Beats haben, können sie mir gerne welche schicken. Selber Beats zu bauen, macht aber unglaublich viel Spass und man hat vom Anfang bis zum Ende die Kontrolle über das Ding. Also von der Vision bis hin zur Umsetzung.

Let’s meet CH-Rap. Diesmal taucht nicht unsere Goldgräberin Nadine nach Perlen und Goldstücken aus dem Schweizer Untergund, nein, wir haben Olli Banjo die Ehre des berüchtigten LYRICS-Goldgräber erteilt.

Olli Banjo: Ein cooles Video, bei ihm läuft! Ich versteh die Lyrics nicht ganz – doch er fährt AMG, macht Big Business und hat gute Bräute am Start. (lacht)

Olli Banjo: Das ist schon mal ein geiler Beat. Die «Numero Uno wie Kartenspiel»-Line ist witzig. Yeah, man fühlt so diesen Vibe, man merkt auf jeden Fall, dass sie unglaublich Bock haben und auch wirklich solid und cool rappen. Gefällt mir, liebe Grüsse!

Olli Banjo: Rappen die auch? Die haben auf jeden Fall sehr viel Spass am Videodreh. Man merkt, die chillen hier mit netten Menschen. Aber da wird ja gar nicht gerappt, das ist ja mehr so R&B. Trotzdem gefällt mir der Beat und die Vibes. Auf jeden Fall dicke Props an Jean Felix.

Olli Banjo: Geil, Boombap! Was auch immer der erzählt, es hört sich an, als würde er aus seiner Vergangenheit reflektieren. Ah, da steht doch «denk zrugg». Traditioneller Oldschool-Hiphop, geil, gefällt mir. Emblema, Big Up!

Olli Banjo: Geil, Tennis! Ich bin auch Tennis-Fan. Schade, dass das Video nicht auf diesem Level weiter geht. Teenager-Love (lacht). Er hat eine Startrek-Brille, wow, ich feier die, die will ich auch haben! Oh, er kann sogar wirklich Tennis spielen. Sag ihm, ich will einen Match gegen ihn machen. Er kriegt 6:0, 6:0. Ich feier die Jungs und auch wie sie sich feiern – cool!

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