Im Sommer scheint es zum guten Ton zu gehören, als Rapper mit Wurzeln aus dem Balkan Good-Vibe-Mucke in der Muttersprache zu veröffentlichen. Wir sind davon begeistert, stellen euch zwei der heissesten Tracks vor und können die hiesigen Radiostationen mit ihrem ewigen «Despacito» noch weniger ernst nehmen.

Tony Noah: Bye Bye

Der Stern des ursprünglich aus Mazedonien stammenden Tony Noahs ging dieses Jahr dank der «5112» Platte der 12Points-Jungs so richtig auf. Er bewies eine grosse Wandelbarkeit bezüglich seines Genres, dass zwischen R’n’B/Pop/Soul zu liegen scheint. Zusätzlich stand seine samtfeine Stimme in krassem Kontrast zu seinen teilweise nicht ganz jugendfreien Texten.
Nun folgt mit «Bye Bye» der nächste Track – und was wäre dabei authentischer als in Muttersprache über einen Tropical-Pop-Beat von Raymi La Lengua flexen? Tony Noah läuft zu Höchstform auf und versprüht sommerliches Flair gemischt mit balkanmässigem und sehr emotionalem Vibe. Überzeugt euch selbst, wie smooth er seine Zeilen zum Besten gibt.

Lirik: A Po Vjen

Auch dem 5K-Zugpferd scheinen die Verses nicht auszugehen. Nach seinem Album «Mana», dass dieses Jahr durchwegs für Furore sorgen konnte, ist er pünktlich für den letzten Sommermonat wieder zurück. Mit «A Po Vjen» bringt Lirik einen Track in albanischer Sprache, der dem Album möglicherweise noch einen weiteren Farbtupfer verschafft hätte. Nun ist «A Po Vjen» aber als Videoclip erschienen und das ist gut so! Zwischen Neonröhren und verregneter Strasse zeigt Lirik, wie Sommer in der Schweiz ebenfalls sein kann. Sich davon runterziehen lassen? Nein. Dass ist bei diesem Gute-Laune-Track, der von Chekaa produziert wurde, gar nicht möglich!

Kommentare