Die Big Boys drängen mit einem aussergewöhnlichen Projekt auf den Markt: sie rappen, produzieren und betätigen sich gleichzeitig als DJs. Ihr neues Release «After Hours» kann man problemlos als Krönung ihrer bisherigen Karriere deklarieren. So haben sie es geschafft, ein Schweizer Newwave-Shit-Album zu produzieren, auf welchem viele und vor allem repräsentative Köpfe wie Pronto oder Onkel Ari vertreten sind.

Die Themen des Langspieler sind vor allem Partys, der ganze Hustle um das glitzernde (Night-)Life, Frauengeschichten, Drogenkonsum und zwischendurch auch die Entwicklung der jungen Herren selber.
Da sich die Big Boys nicht nur als Wortakrobaten in Szene zu setzen wissen, sondern sich auch als aufstrebende Produzenten einen Namen gemacht haben, interessieren auf ihrem Werk natürlich auch die Beats. Trappig gehaltene Bretter, die mit korrekt gesetzten Drums, Synthies oder sonstigen Effekten einen oftmals düsteren Mantel um die Tracks legen, bilden das Grundgerüst von «After Hours». Was bei den Boys auffällt, ist neben dem Faible für den moderne Beats die Gabe, die auf der Scheibe vertretenen Künstler perfekt in Szene zu setzen, mit ihren Stimmen zu experimentieren und das Ganze schlussendlich auch noch perfekt abzumischen. Dieses Talent ist ziemlich wahrscheinlich auch ausschlaggebend dafür, dass sich eine grosse Diversität von Künstlern für das Projekt anheuern liess. Die Namen lesen sich für den Kenner wie steigende Börsenkurse für den Wall Street-Heini: Onkel Ari, Deezy, LieVin, Pronto, Piment, Akkurat, Skor, Soldi, Chilli Mari, JK Devante, Skinny Stylus, Deep und Griot!
Schlussendlich ist zu erwähnen, dass die beiden Aargauer auch als DJs unterwegs sind und allem Anschein nach derart viel zu sagen haben, dass what-i-like.ch einen Dokumentarfilm über die Big Boys gedreht hat. Das Stelldichein der Schweizer Rapszene zu «After Hours» findet ihr hier oder auch in unseren Playlists auf Apple Music.

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