Wie aus dem Nichts liess S.O.S letzte Woche eine Bombe platzen: es wird releast und das gleich richtig krass mit einem Doppel-Debüt-Album! Was die beiden Platten so zu bieten haben und weitere interessante Gedanken zum Album haben wir euch als 4-Facts zu «Akim» und «Imani» zusammengestellt.

Zwei Alben – Ein Konzept

Zuerst arbeitete S.O.S an zwei komplett gegensätzlichen Werken. Im Laufe des Prozesses merkten die Berner dann jedoch, dass diese Herangehensweise sie lediglich in ihrem künstlerischen Schaffen einschränkt. So entschieden sie sich dazu, einfach ihren Herzen zu folgen und ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Irgendwann hatte man dann so viel «gebüglet», dass genügend Material für zwei richtig krasse Alben am Start war.

Inhaltliche Vielseitigeit

«Akim» und «Imani» lassen sich inhaltlich nicht einfach in eine Schublade stecken. Zum einen enthalten sehr viele Tracks politische Statements: Dawill und Nativ erzählen Geschichten von Menschen, die in der Schweiz eine neue Heimat suchen, aber leider am System scheitern und rütteln so den Zuhörer in rassistischen Fragen auf. Andererseits zeigen S.O.S mehr persönliche Seiten, indem sie Liebesgeschichten oder die Konsequenzen des eigenen Erfolgs thematisieren. Die grosse Kunst, die die Berner dabei beherrschen, ist, dass sie es schaffen diese Elemente authentisch miteinander zu vermischen. Es sind Vergleiche, die das Herz treffen und Aussagen, so real, dass man neidlos den Hut ziehen muss. 

Vibe

Auf beiden Alben hört man S.O.S raptechnisch so, wie man sie bis anhin kennt. Das Ganze wirkt aber besser, sattelfester und stabiler als noch auf den Gratis-Mixtapes. Es scheint, als hätten sich die beiden Rapper und auch Questbeatz, der Mainproducer, qualitativ noch einmal gesteigert. Big-Up!
Auf «Imani» wirken die Beats sehr entspannend, was vor allem an den vielen Orient- und Souleinflüssen liegt, die das Album tragen. Akim ist dann auf den ersten Eindruck etwas lauter, trotzdem scheint es einem leichter ins Ohr zu gehen. Es besitzt eine Priese mehr Push und ab und zu ein µ mehr Bounce. Man darf ruhig sagen, dass in beiden Alben sehr viel mehr HipHop steckt, als in anderen neuen, eher mit der Zeit gehenden Alben – experimentelle, sehr musikalische Elemente werden auf haargenau präzise Drums gesetzt.

Kunst

Die Covers der beiden Alben sind einfach nur zu sick! Im besten Fall lässt man sich im Hintergrund musikalisch von Nativ oder Dawill berieseln und verbringt seine Zeit damit, sich ganz intensiv auf die künstlerische Vielfalt der zwei Covers zu fokussieren. Auch in der Namensgebung ging man neue Wege. S.O.S liess sich nicht einfach von irgendeinem Videogame oder Moviestar inspirieren, sondern taufte die Alben so, wie man das mit Neugeborenen macht. «Imani» ist der Name der Tochter von Beat-Genie Questbeatz. «Akim», so heisst der Sohn des Künstlers, der für die Covers verantwortlich ist.

 

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