Was sagen grosse Rap-Künstler über unseren HipHop? Wir wollen dies in unserer Magazin-Rubrik «Meet CH-Rap» herausfinden und haben deshalb schon einige Namen wie MoTrip, Dillon Cooper, Chali 2na (Jurassic 5), Prinz Pi, Namika und Kontra K  getroffen um ihnen Schweizer Rap vorzuspielen. Sprache hin oder her, oftmals entscheiden Atmosphäre, Feeling und Auftreten, ob der Song für einen «Ausländer» positiv zu bewerten ist. Doch lese selbst! Für die Oktober 2015 Ausgabe haben wir Genetikk getroffen:

Ehj yauuuu!». Mittlerweile kennt jeder HipHop-Amateur die dopen Jungs aus Saarbrücken. Genetikk, bestehend aus Rapper Karuzo, Produzent Sikk und fünf weiteren Mitgliedern, haben mit ihren beiden letzten Alben so gut wie alles rasiert. «Achter Tag» schoss in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Eins. Die Dagos überzeugen nebst ihrer Musik mit ihrem Style – sie widerspiegeln die absolute Coolness. Karuzo braucht nur ein Mic und einen freshen Beat von Sikk, um das zu tun, was er liebt: Gute Rapmusik!

Morgen Freitag sind die Selfmade-Soldiers zurück mit ihrem neuen Album «Fukk Genetikk.» Und jenes Erscheinen wird in Berlin auch ordentlich gefeiert. Du kannst sogar live dabei sein, denn Red Bull TV überträgt die fulminante Releaseshow von Genetikk hier im Livestream.

Das komplette Album-Snippet gibt es hier als Vorgeschmack.

Und das sagen Karuzo & Sikk über unsere Schweizer Rapper:

Karuzo: Ist cool. Ein bisschen so wie Drake, aber trotzdem richtig stark. Ich muss ehrlich sagen: Ich verstehe nicht alles, sobald er anfängt schneller zu rappen, wird es ganz schwierig. Der Bass ist auch cool. Er repräsentiert so ein bisschen diese «Started from the Bottom»-Attitüde.

Karuzo: Das hört sich ein wenig nach Sexion d`Aussaut an.

Sikk: Die machen ja alle auf Drake in der Schweiz (lacht).

Karuzo: Ja, die haben hier auf jeden Fall mehr Ami-Flavour als wir in Deutschland.

Sikk: Doch, das Video ist cool, das hat so auch einen gewissen Ami-Style. Sieht das bei euch in der Schweiz so aus wie im Clip?

Ja, das ist Zürich

Sikk: Gibt es da Ghettos?

Ja, es gibt schon gewisse Viertel in Zürich, die man als Ghettokreise betiteln kann.

Sikk: Ja, wir waren eben dort. Da laufen überall Nutten rum. Gibts da ein ganzes Nuttenviertel?

In Zürich gibt es halt viele Striche…

Sikk: Krass!

Karuzo: Ja, das ist ja eigentlich als Reggae-Mucke gedacht, damit rettet er sich ein bisschen aus dem ganz harten Pop. Aber es gibt ja natürlich auch krass gute Popmusik, man sollte nicht alles in denselben Topf werfen.

Sikk: Das finde ich richtig cool. Der ist richtig tight, alter!

Karuzo: Ja, er ist wirklich auch gut. Erinnert mich auch ein wenig an Max Herre. Ist das eine Gruppe?

Ja, sie sind zu zweit. 

Karuzo: Nein, sie sind wirklich auch gut. Wir wussten gar nicht, dass die Schweizer stärker sind als die Deutschen (lacht).