Schweizer Rap schafft es nicht erst seit letztem Jahr in die Radiostationen des Landes: Bereits vor 15 Jahren gab es vereinzelte Tracks, die national durch die Decke gingen, auf Bravo-Hits-CDs landeten und von jedem Primarschüler nachgerappt wurden. Viele der früheren Hits wurden jedoch langsam aus dem kollektiven Gedächtnis gestrichen – was nicht bedeutet, dass sie das unbedingt verdient hätten. Hier sind einige dieser Schweizer Rap-Hits, die du vielleicht bereits vergessen hast – natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Bligg – «Alles scho mal ghört» (2001)

Funky, funky, fresh! Als Bligg noch durch Ami-HipHop beeinflusst war, veröffentlichte er auf seinem ersten Solo-Album «Normal» den Track «Alles scho mal ghört». Bereits 2001 in den Top Ten der Schweizer Charts, hat Bligg den Grundstein für seine Radio-Karriere gelegt. Wer hat sie nicht gehört, diese Hook.

Subzonic – «Titelgschicht» (1999)

Bereits vor der Jahrtausendwende hat es dieser Track mit Rap auf Platz zwei der Schweizer Charts geschafft: Subzonic mit «Titelgschicht». Der Song wurde im Radio auf und ab gespielt und hat trotz den sehr ernsten Lyrics ganz nebenbei einer ganzen Generation das Stricken beigebracht.

Lasso – «Bisch parat» (2000)

Ganze 19 Wochen hat sich der Track «Bisch parat» als Titel-Song des Schweizer Big Brother in den Charts gehalten. Die Crew Lasso, zusammengewürfelt aus verschiedenen Bands aus der ganzen Schweiz,  hat sich nur für diesen Track zusammengetan und einen ersten Hit im 21. Jahrhundert geschaffen.

Radio 200‘000 – «Eisprung» (2008)

Zwar nicht in den Charts, aber trotzdem ein Hit, den jeder kennt. Radio 200‘000 hat mit «Eisprung» einen Ohrwurm produziert, der auch zehn Jahre nach Veröffentlichung noch funktioniert. Natürlich auch dem Thema geschuldet, hat sich dieser Track zu einem kleinen Hit gemausert:

Larry F –  «Ufojugend» (2009)

Einen Partyhit sondergleichen hat Larry F im Jahre 2009 produziert. «Ufojugend» hat trotz kritischem Text über die Generation Y auch den letzten Streber an jeder Home-Party zum Tanzen gebracht und wurde zur Titelmelodie der Reality-TV-Show «Jung, Wild und Sexy». Bei diesem Hit müssen die Boxen einfach bis zum Anschlag aufgedreht werden.

Stress – «Libéré» (2005)

Stress‘ zweites Solo-Album «25.07.03» erreichte Goldstatus und setzte einen Meilenstein in der Schweizer Rap-Geschichte. Besonders eine Single von dieser Platte ist als Hit durchgestartet: «Libéré» war 16 Wochen in den Charts und hat bewiesen, dass auch Rap radiotauglich sein kann.

Wurzel 5 – «Für di» (2006)

Mit «Für di» hat Wurzel 5 den Mundart-Sommerhit des Jahres 2006 abgeliefert. Mit der Ohrwurm-Hook schlechthin und dem ultimativen Good-Vibe hat die Berner Crew ihren einzigen Charts-Hit ohne die anderen Chlyklass-Member gelandet.

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