Das Format hat CH-Rap geprägt: «Din 16er TV». Nachfolgend eine chronologische Zusammenfassung, gespickt mit Highlights.

Was vor über sieben Jahren als kleiner Bruder von «Aggro TV» ins Leben gerufen wurde, konnte nach kürzester Zeit locker auf eigenen Beinen stehen. Der Youtube-Kanal hat CH-Rapper an die Oberfläche gebracht – einige sonnen sich bis heute im Rampenlicht, andere verschwanden ganz schnell wieder. Zu unserem Bedauern mussten wir feststellen, dass einige Clips fehlen. So suchten wir zum Beispiel die Parts von Zunami und EAZ vergebens. Trotzdem konnten wir legendäres Material finden – hier eine kleine Zusammenfassung:

Der älteste Din-16er-Clip, den wir finden konnten, präsentiert Belagji aus Chur. Eine Minute Intro mit Shoutouts und Representerfloskeln und eine Minute Rap: Din 16er TV war geboren.

Din 16er TV hat auch Stars gemacht. Der erste der dank dem Format einen guten Hype erlebte, war L-Montana.

Intros aus dem Auto (egal ob geleast, gekauft oder geklaut) gehörten dazu. Aslan, der heute noch aktiv ist und mittlerweile sogar ein Featuring mit KC Rebell verzeichnen kann, hielt sich ebenfalls an dieses Credo – die «gepitchte» Stimme in der zweiten Line hätte aber auch damals nicht sein müssen.

Vor sechs Jahren traute sich erstmals eine Frau vor die Swiss-TV-Kameras. Jussis Auftritt polarisierte und erntete Kommentare wie «du hesch kei ahnig meitli, machsch lieber coiffeuse».

Ein wenig später dann der legendärste Din-16er-Beitrag ever: Baba Uslender. Beim Landi in Hochdorf vorgefahren im schwarzen BMW, wird das CH-Rap-Phänomen der 2010er Jahre geboren.

Einer, den wir ebenfalls noch heute kennen und hören, ist LUUK. Beat und Mehrsilber waren schon vor sieben Jahren on Point, der Clip dazu gehört aber eher in die Kategorie WTF?!

Auch Mimiks, noch mit pubertärem Aussehen, dafür mit schon ziemlich ausgereiftem Flow, nahm vor den SwissTV-Kameras platz. Er erntete ein gemischtes Feedback, Kommentare wie «Aii wiee hüübsch er iish :$ *.*Abeer jaa slieed ish geeil :P<3!» hielten sich die Waage mit (auch heute noch gern gebrauchten) Kommentaren wie «ish das neui mode das me nüth meh verstaht im rap ?».

Danach sanken die Klickzahlen dramatisch, bis Flows Powers den Karren aus dem Dreck zog.

Und prompt gab’s auch den ersten Din-16er-Merchandise: Das Shirt stand Granat Gun ganz gut, mit gewissen Doubletimepassagen hatte er bisschen zu struggeln.

Hochstehenden Doubletime zeigte vor fünf Jahren dann Rones. Auch heute ist der Ostschweizer noch aktiv – mehr Klicks als mit seinem Din 16er holte er bis zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht.

Langsam war der Hype vorbei. Dafür wurde Din 16er ins Programm eines Schweizer Fernsehsenders aufgenommen. Ins Zentrum rückten Interviews, trotzdem durfte der ein oder andere seinen Sechzehner acappella ins Mic spitten. So zum Beispiel Mimiks, Skor oder EKR.