Siga möchte seine Musik für Gehörlose zugänglich machen und lässt seine Texte in Gebärdensprache übersetzen. Das schlägt nicht nur in der Schweiz Wellen.

Vor einiger Zeit wurde der Zürcher Rapper Siga von einem Fan angeschrieben und gefragt, ob er seine Musikvideos nicht mit Untertiteln beschriften könne. Der Grund: Eine hörbehinderte Kollegin von ihr wollte unbedingt seine Texte verstehen können.

Das liess sich der Rapper nicht zweimal sagen und ging sogar noch einen Schritt weiter: Siga gründete das Projekt «Du»,  um Menschen, die nichts hören können, ebenfalls eine Stimme zu geben. So lässt er seine Musikvideos von Vanessa Feller-Jung, deren Eltern hörbehindert sind aber normal sprechen und hören kann, in Gebärdensprache übersetzen. Vor einigen Tagen veröffentlichte der Zürcher sein neustes Werk «Meine Nr. 1».

Der Track ist ein «Gute-Laune-Song» und eine Liebeserklärung an eine Frau. Mit Sätzen wir «Okay, ich spür noch den ersten Kuss» oder «du standest oft allein da, doch heute schätz ich jede Minute mit dir, dein Schokoprinz» brennt sich der Track ins Hirn und lässt jeden mitsummen.

Damit scheint der Zürcher einen Nerv der Zeit getroffen zu haben. Denn seine Videos sorgen sogar über die Landesgrenzen für mächtig Resonanz – und das nicht nur unter den Gehörlosen.

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