Morgen Freitag tritt die Nationalelf zum zweiten Gruppenspiel gegen Serbien an. Fernab vom Fussball-Klassiker «Chum bring en hei» vom Mundartkünstler Baschi liefern wir dir die besten Hymnen aus der Schweizer Rapszene.

Don Fuego – «Rodriguez»
Ganz vorne dabei: Der vor gut zwei Monaten releaste Track des No-Basic-Mitglieds Don Fuego ist Strassenbanger, FCZ- sowie Schweizerfussball-Hymne in einem. Mit «Rodriguez» widmet er den drei Rodriguez-Brüdern Ricardo (Milan/SUI), Roberto (FCZ) und Francisco (Luzern) eine Hymne mit Power. Ohne den Anspruch der breiten Bevölkerung erfüllen zu müssen, rappt er in gewohnt hartem Züridütsch – halt genauso, wie in Schwamendingen, wo die Rodriguez-Brüder aufgewachsen sind, auch gesprochen wird.

Gimma – «Hymna»
Mit diesem fanfarischen Kracher gewann Gimma vor zwölf Jahren den Wettbewerb um den Nati-Song für die Weltmeisterschaft. Der Puls höher als die eigene Herzfrequenz, lüpfige Samples und einen patriotisch-frechen Text: Gimmas «Hymna» bringt auch heute noch kämpferische Siegesstimmung auf.

Lügner feat. The Golden – «Mach en ine»
Etwas experimenteller geht es beim Radiomacher, Produzenten und Urgestein-Rapper Lügner zu und her. Der vom Sänger der Basler Folkpopgruppe «The Saltbee» begleitete Song «Mach en ine» ist abgedreht, zum Schmunzeln komisch und mit einer Prise lügnerischer Dada-Selbstironie zu verstehen. «Achtung! Nicht geeignet für: Rollerblader, Volleyballer und andere Weicheier».

Lumi – «Nur im Dunkle»
Ein weiterer Song, der sich an einen Schweizer Fussballer im Nati-Kader richtet. «Nur im Dunkle» widmet sich dem Lebensweg von Josip Drmić, der schweizerisch-kroatische Stürmer beim Verein Borussia Mönchengladbach. Der eher kitschige Song mit der cheezy Piano-Line hat gleichwohl einen motivationalen Kopf-Hoch-Charakter wurde vom Innenschweizer Musiker Chekaa produziert.

Alex Frei feat. Bandit – «Zeig Gsicht»

Das dieser Song hier aufgeführt wird, zeigt einzig und allein, das in Sachen Fussball-Rapsongs noch weni Konkurrenz herrscht. Im Rahmen der Zweifel-Werbekampagne inszeniert sich «Hustler» Alex Frei samt Goldketten und «Pimp»-Gewand als «krasser» Rapper und reproduziert damit die gängigen Klischees. Leider ist sein Beitrag kaum zumutbar, so unterirdisch schlecht rappt der ehemalige FCB-Star. Dass da noch Bandit dabei ist, der nicht besonders, aber immer noch gut rappt, geht bei aller Fremdscham etwas unter. Dieser Song gehört maximal in die Kategorie «belustigend».

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