Am Sonntag steht eine entscheidende Abstimmung vor der Tür. Soll die Schweiz mit Annahme der Volksinitiative ihre internationalen Verträge aufs Spiel setzen?

Auf diese Fragen haben Schweizer Rapper eine (grösstenteils) deckungsgleiche Antwort: Nein. Mit Aufrufen auf den Social-Media-Plattformen versuchen sie deshalb ihre Follower von der Dringlichkeit einer Ablehnung der Initiative zu überzeugen.

So schreibt beispielsweise Ben Whale in seiner Instagram-Story: «Nein zur Selbstbestimmungsinitiative. Mir müesse starch si in denne zyte! Nazis raus. Fuck this shit! Vote no!» Diese harschen Worte richten sich allerdings nicht nur gegen die politischen Initianten, sondern auch gegen die Gratiszeitung «20 Minuten», welche eine Woche vor der Abstimmung ihr Cover zweimal für die Meinungsmache von rechts hergegeben hat. Andere Reaktionen auf die prominente Platzierung von politischer Werbung fielen deshalb ähnlich wie diejenige von Ben Whale aus. Grej, Lafa, LCone, visu, Luuk, Freezy, Dave, Chris Karell, Ruff, Les und Manillio sind nur einige Rapper,welche ihren Reach nutzen, um gegen das Medienportal und die umstrittene Initiative zu schiessen.

Trotz aller Ernsthaftigkeit lässt es sich Smack nicht nehmen, seine Kollegen etwas zu necken. Sein Statement zu der 20min-Kritik:
Hütt all Rapper so: «Figg 20min, verbrenn das Ding! Läsed dä Dräck NIEMEH!!!» Rapper übermorn: «Ey, mir sind i dä 20min, check dä Bricht über eus! HOLL DR E 20min!!!».

Eher besonnen lief die Aufforderung zur Stimmabgabe beim momentanen Aushängeschild für Polit-Rap ab. Nativ fordert seine Followerschaft schlicht auf, ein «Nein» in die Urne zu legen. Ähnlich haben sich Kimbo und Knackeboul geäussert.

Es scheint, als hätten die Rapper, trotz Competition und Sticheleien, für einmal einen gemeinsamen Nenner gefunden.