Die Halle war voll. Knapp 2000 Menschen warteten gebannt auf den Headliner Olexesh, welcher sogleich mit seinen Hits «Magisch» und «Purple Haze» für den Höhepunkt des Rap Citys sorgen sollte. Und das machte der Masta dann auch. Retrospektiv betrachtet war Olexeshs Auftritt in der Summe aber nur eines von zahlreichen Highlights. Diese Listen wir euch nachfolgend auf und merken dabei, dass die positive Auswirkung solcher Events, der direkte Vergleich mit den internationalen Acts, für Schweizer Rap enorm wichtig ist.

Xen eröffnet

Er ist einer der besten Schweizer Rapper. Daran gibt es nichts zu zweifeln. Dass Xen für das Rap City den Opener macht, zeigt, wie wichtig ihm das Standing von Rap in der Schweiz ist. Die Uhrzeit zu welcher er spielte war nicht perfekt, im Gegensatz zum Engagement, welches er auf die Bühne brachte. Die Zuschauer zahlten es ihm zurück und rappten praktisch den ganzen Text von «Sandchaschte» fehlerfrei mit.

Capo fackelt ab

Die Deutschen mussten sich ins Zeug legen um sich von den Schweizer Acts die Show nicht stehlen liessen. Capo ging so weit, dass er sich von der Bühnen-Pyro verbrennen liess. Einen kurzen Shockmoment-Aussetzer später nahm er seine Show wieder auf, zeigte sich unbeeindruckt und textsicher.

Livephänomen SOS

Der deutschen Konkurrenz verkaufstechnisch das Wasser zu reichen ist zu heutiger Zeit für Schweizer Künstler nahezu unmöglich. Nicht aber Live-Technisch. Und das haben Nativ und Dawill ein weiteres Mal eindrücklich bewiesen. Die Bühnen-Monster aus Bern liessen die Halle vibrieren und die Moshpits explodieren. Das beste Konzert der ganzen Rap City.

Top-Boy

Lievin gilt als Club-Rapper. Doch Lievin brachte ohne weiteres eine ganze Halle zum kochen. Wir lernen daraus, Schweizer Rap ist unabhängig der Location und unabhängig der Line-Up-Konkurrenz Festivaltauglich und muss sich nie mehr verstecken. Rap City Season 3, wir freuen uns auf dich.

Fotos: @Mikewissphotography