Mit der Ankündigung hat sich über das Openair Frauenfeld eine Hate-Welle entladen. Es scheint, als wäre die Schweizer Community, trotz des grössten HipHop-Festivals, nicht so open-minded, wie gedacht.

In insgesamt über 4’800 Kommentaren auf Instagram haben Fans ihrem Ärger Luft gemacht. Während sich einige Wenige über die Ankündigungen der, zugegebenermassen eher unbekannteren Acts und Newcomern, gefreut haben, ist ein Grossteil der Zielgruppe enttäuscht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zu viel Trap, zu wenig Oldschool-Rap, zu wenig Instagram-Follower, Shisha-Café-Musik, zu unbekannte Künstler und vorallem: Es fehlt einfach A$AP Rocky.

Die Organisatoren sind bestrebt, auch nationalen und internationalen KünstlerInnen eine Bühne zu geben, denen der grosse Durchbruch noch bevorsteht, oder die in Nischen-Sub-Genres anzusiedeln sind. Trotz diesem Gedanken wird nicht auf grosse Namen verzichtet. Damit sind alle glücklich, sollte man denken. Viele scheinen aber diese Gedanken nicht teilen.

Trotz der blamablen Vorstellung der Community, die sich nach dieser Hate-Welle nicht gerade als HipHop-Experten bezeichnen dürften und auch sonst eher den beschränkten Mindset eines «Alles-was-mir nicht-gefällt-ist-schlecht»-Haters an den Tag legen, scheint sich die ein Teil der CH-Rapszene gegen die abwertenden Kommentare aufzulehnen. So kommentiert Cobee beispielsweise selbstironisch seinen Ankündigungspost.

Auch Mimiks bezieht Stellung zu dem Hate, den insbesondere auch Schweizer KünsterInnen getroffen hat.

Weiter teilten auch Marash und Maurice Polo ihre Meinung.

Die besten Kommentare haben wir gesammelt. Alles in allem bietet das Scrollen durch die das Instagram-Profil des Openair Frauenfelds einen gewissen Unterhaltungswert.