Innert zwei Tagen hat der Zürcher DANASE zusammen mit seinem Produzenten STERNEIS zwei Alben veröffentlicht. «La Santa Luchadora» und «La Santa Muerte – The Prequel» haben das Zeug zu Klassikern zu werden.

Mit «Jesus Malverde» zirkelten sich DANASE und STERNEIS im letzten Herbst in die Jagdgebiete eingefleischter CH-Rap-Nerds. Mit «La Santa Luchadora» und «La Santa Muerte – The Prequel», bestreitet das Duo nun seine nächste Etappe. Das Grundschema ist schnell erklärt: Man nehme STERNEIS’ 90er Boom-bap-Beats, digge herzzerreissende Samples und lege DANASES monotone Stimme, welche Punchline um Punchline hervorzaubert, darüber.
Die Songs lösen teils chronisches Kopfnicken und ein Gefühl von unantastbarer «G-heit» aus. Wer genau das sucht, der wird sich in den im feinsten Züri-Dialekt gehaltenen Wortspielen, Vergleichen und Punchlines aus dem und über das Milieu, verlieren.
Die beiden Platten verzichten auf Features. Ausnahmen bilden STERNEIS auf «Kanal» und Nativ und Buds Penseur. Den psycho’n’odds obliegt die Ehre zum Ende von «La Santa Luchadora» und zum Beginn von «La Santa Muerta – The Prequel» Gastparts beizusteuern. Weitere Würze verleihen spanische und englische Skits, wie etwa eine Ansprache von Rey Mysterio, der WWE-Legende oder Szenen aus dem Alltag der Mara Salvatrucha, einer der berüchtigtsten Gangs aus Lateinamerika. Schlussendlich lässt sich sagen, dass DANASES jüngste Veröffentlichungen dem Schweizer Strassenrap ein neues Gesicht verleihen. Eines, das klaut, tickt, killt und fickt. Und vor allem eines, das verdammt dope rappt. Chapeau!