Freeze trotzt seinen Schicksalsschlägen und macht wieder Musik. Seine Erlebnisse verarbeitet er in seiner Comeback-Single «Vo gheie und flüüge».

Freeze, das Rap-Urgestein, hat zwei schmerzvolle Jahre hinter sich. Nach einem Zusammenbruch folgte die Diagnose MS. Nach Therapie hiess es für den Luzerner aber schnell: Ich will Rap nicht aufgeben. Vergangenen Freitag gab er sein erstes musikalisches Lebenszeichen, seit er seinen Kampf zurück in den Alltag angetreten ist. Der Song soll der Zuhörerschaft nicht nur musikalisch durch schwere Zeiten helfen, sondern auch finanziell. Freeze hat sich entschieden, sämtliche Einnahmen für Paraplegiker und MS-Erkrankte zu spenden. Auf seinem Blog beschreibt er sein Ziel: «Es wäre natürlich schön, wenn ihr möglichst vielen Leuten davon erzählt und sie ermuntert mitzuhelfen. Lasst uns etwas Welle machen und etwas Gutes tun.»

Inhaltlich zeigt sich Freeze zuversichtlich. Die Message des Songs lautet nämlich, dass man nach jedem Sturz die Flügel ausspannen kann und schon geht’s wieder bergauf. Authentisch, denn man merkt, wie Freeze kämpfen musste. «Wie es mir dabei geht, weiss ich immer noch nicht genau. Irgendwie immer scheisse und super gleichzeitig. Irgendwo zwischen hoffen und akzeptieren, zwischen fliegen und fallen», beschrieb er im April seinen mentalen Zustand.

Mit neuem Mut wagt sich Freeze sogar in neue Soundgefilde vor. Während er in Vergangenheit eher auf klassische Beats gesetzt hat, probiert er sich auf «Vo gheie und flüüge» auf einer treibenden, atmosphärischen Produktion. Auch die Realkeeper-Attitüde aus vergangenen Tagen hat Freeze abgelegt und singt die Hook.

Weiterhin viel Kraft auf deinem Weg, Freeze. Wir hoffen, dass dein Höhenflug weiter anhält.