Seit Jahren knurrt ihm der Magen: Trotz grosser Bissen vom CH-Rap Kuchen sieht sich Xen noch lange nicht am Ziel. Diese Message verdeutlicht der Dietiker Rapper in seiner Single «Meh welle». Die 4:15 Minuten sind eine Hommage an Xens Vater, in der dieser den Aufopferungen seines Vaters gedenkt.

Xen veröffentlicht den nächsten Song – auf Schweizerdeutsch. Nach einigen albanischen Parts aus der Vergangenheit kehrt der Rapper zur Mundart zurück und setzt damit ein Statement. Wie im Voraus des Release bereits angekündigt, supportet Xen weiterhin den Dialekt und möchte davon auch nicht abkommen – trotz einiger Experimente in der Sprache seiner Eltern.

Genau von diesen handelt der Song – Xen erzählt davon, wie er heute, genau wie sein Vater damals auf seinem Weg in die Schweiz, «meh» will. Dabei wird in den Parts auf die unterschiedlichen Ausgangslagen von ihm und seinem Vater fokussiert, welche das «Meh welle» in ein ganz anderes Licht rücken. Während sein Vater die Reise in die Schweiz antrat, um sich und seiner Familie eine solide Zukunft ohne finanzielle Engpässe und Sorgen zu erarbeiten, setzt Xen seinen Zielen einen Step oben drauf. Aufgrund der Mühe und Arbeit seines Vaters erhielt Xen das Privileg in der Schweiz aufzuwachsen, welches er ihm nun danken will. Xen möchte auf dem Opfer seines Vaters aufbauen und das Maximum aus seiner Ausgangslage herausholen – sprich: Nutzen aus seinen Schweizer Privilegien ziehen und alles daran setzen, die «Mios» nach Hause zu fahren.

«Meh welle» ist mit drei schlüssigen Parts und einem catchy Refrain ausgestattet. Inhalt der Texte und Xen-Flow passen zueinander wie die Faust aufs Auge. Der Rapper erzählt eine Geschichte, der man als Hörer angenehm folgen kann und sowohl seinen übermächtigen Hunger legitimiert, als auch uns hungrig auf mehr macht.