Hört mit #freerocky auf! Das forderte gestern unser Journalist Luca in seiner Kolumne. Weil kein Mensch über dem Recht stehen sollte und Gewalt auch von einem Rap-Star zu verurteilen ist, hat er seinem Ärger über die Schreie nach seiner Freilassung luftgemacht. Das scheint die Geister zu scheiden. Auf Instagram haben wir nach euren Statements zum Fall «Rocky» gefragt.

Die ganze Kolumne von Luca Thoma gibt’s hier zum Nachlesen.

Der Fall hat ziemlich Welle gemacht: Es gab Meldungen über inhumane Bedingungen im schwedischen Gefängnis, Drohungen vom US-Präsidenten Donald Trump persönlich und das «Sweden is cancelled»-Movement, das scheinbar die halbe Rap-Szene erfasst hat. Bei so hoher Medienpräsenz ist es fast schon unmöglich, keine Meinung zu dem Gerichtsverfahren von Rakim Mayers zu haben. Allerdings scheiden sich die Meinungen. Wir haben Instagrams Laienrichter gebeten, uns ihr Urteil durchzugeben. So lautet das Verdikt einiger Follower im O-Ton:

«Jeder der hoch fliegt, fällt irgendwann. Wer die Konsequenzen nicht sieht, fühlt sie.»

«Fuck the system. Wir haben keinen Plan, was wirklich passiert ist. Darum: Einen Rauchen zum Sound und sich freuen, dass er frei ist.»

«Die Sache wird viel zu gross gemacht in den Medien. Es gibt so viel Wichtigeres auf der Welt!»

«Keine Sympathie für Mord und Gewalt (Tay-K, Rocky, Gzuz). «#Free03Greedo tho.»

«Jeder Mensch ist gleich. Aber wegen einer kleinen Schlägerei muss man nicht so ein Drama veranstalten.»
«free rocky without no doubt!»

«Wunderbar, mal was Kritisches zu lesen. Auch wenn ich Rocky feier’.»

«Ich finde Stars sollten mehr Rechte haben. Generell Reiche. Haben es sich auch verdient.»

«Gleiches Recht für alle. Was ist das für eine beschissene Frage lol?»

«Für jeden das gleiche Recht. Aber es ist offensichtlich, wie gezielt Rapper angegangen werden.»

«Niemand steht über dem Gesetz – ausser A$AP Rocky.»

«An jeder Ecke gibt es Schlägereien…»

«Nicht sehr gründlich recherchiert und einseitig dargestellt in der Kolumne. Die Gewalt kam nicht von A$APs Crew aus.»

«Gleiches Recht für alle. Aber Stars werden oft provoziert wegen ihrem Status.»

«Der Durchschnittskonsument reduziert den Künstler auf seine Musik.»

«Gleiches Recht für alle. Trotzdem freuen wir uns alle auf A$AP am Royal.»

«Niemand steht über dem Gesetz. Auch A$AP Rocky nicht.»

Das sind nur einige Stimmen aus unserer Community. Das Meinungsspektrum könnte fast nicht breiter sein. Mangels Einstimmigkeit müsste der Fall der Jury wohl noch einmal zur Revision vorgelegt werden.