Dass sich Schweizer Rap in punkto Qualität in noch nie dagewesenen Sphären bewegt, muss man wohl niemandem mehr erklären. Das früher so angehimmelte Ausland könnte nun gar zum Absatzmarkt mutieren. Um dieses Potenzial aufzuzeigen, haben wir einige internationale Kollaborationen von Schweizer Künstlern aus dem letzten Jahr gesammelt.

Onkel Ari & Buta – «ZF Connection»

Der Zürcher Onkel Ari hat sich mit dem Superstar Buta aus dem Balkan zusammengeschlossen. Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Doppel-Single, welche auf den Namen «ZF Connection» lautet. Trotz diesem hochkarätigen Feature ist das Release eher ein Geheimtipp geblieben.

 

Pronto & Guè Pequeno – «Lamborghini (Swiss RMX)»

Eine spezielle Ehre wurde Pronto zuteil: Der italienische Rapper Guè Pequeno nominiert den Newcomer dazu, an einem Remix zu seinem dreifachen Platin-Song «Lamborghini» mitzuwirken. Wie von Pronto gewohnt, fällt ihm das Abliefern nicht schwer. Auch hier muss er sich nicht vor dem italienischen Rap-Urgestein verstecken und kann locker mithalten. Der Blick auf die Streamingzahlen bestätigt diese Behauptung: Über 250‘000 Plays verzeichnet der Track auf Spotify. Wer den jungen Solothurner verfolgt, weiss, dass in naher Zukunft noch weitere Features mit aufstrebenden sowie etablierten ausländischen Künstlern folgen könnten.

 

Stereo Luchs & Ramz – «Barking Remix»

Auch Stereo Luchs durfte sich auf einem Welthit verewigen. Der britische Rapper Ramz hat mit dem Schweizer Durchstarter des Jahres 2017 genau den passenden Partner für den Remix des Songs «Barking» gefunden. Auf dem Dancehall-Beat philosophieren die beiden über die schönen Seiten des Fremdgehens. Obwohl der Brite noch keine renommierte Diskographie vorweisen kann, erfreut sich sein Name grosser Beliebtheit – und das auf der ganzen Welt. Neben Ramz hat Stereo Luchs bereits mehrmals mit dem deutschen Kritikerliebling Trettmann zusammengearbeitet. Dies verdient an dieser Stelle natürlich auch seine Erwähnung.

 

DJ A-BOOM & Zuna, Azet, Noizy – «Nummer 1»

Die Schweiz darf aber auch einige Producer sein Eigen nennen, einige davon sind sogar ausserordentlich erfolgreich. Die Zahlen, welche DJ A-BOOM aufweist, wirken surreal. Der Überhit «Nummer 1» sowie andere Tracks mit den KMN-Membern Kidda und Akkurat sammeln Klicks in Millionenhöhe. Neu ist das aber nicht, denn seit Jahren produziert der DJ konstant Hit um Hit.

 

OZ & Travis Scott, Drake – «Sicko Mode»

OZ arbeitet nicht nur mit internationalen Superstars, er ist längst selbst zu einem Gewicht solchen Ausmasses gewachsen. Mit seinen Beats ist er massgeblich am Erfolg von Meek Mill, Lil Wayne, RIN, Trippie Redd, G-Eazy und vielen anderen Rapgrössen beteiligt. Eine Auflistung seiner wichtigsten Meilensteine findest du hier. Sein aktuelles Meisterwerk ist «Sicko Mode», der grösste Hit auf dem wohl heissesten HipHop-Release 2018. Sicherlich ein schönes Gefühl, seinen Namen neben den Dominatoren des Games, Drake und Travis Scott, zu lesen.

 

Obwohl solche Features noch eher zu den Ausnahmen zählen, zeigen diese Positivbeispiele, dass CH-Rap in Zukunft eine bedeutendere Rolle in der Welt einnehmen kann. Die Aussichten sehen jedenfalls sonnig aus.